MacBook Pro 2012 auf MacOS Catalina zurücksetzen

MacOS Installer herunterladenDie radikale Lösung zur Wiederherstellung des letzten unterstützten MacOS für dieses Modell

Jüngst ist mir sehr günstig ein MacBook Pro „late 2012“ mit Retina-Display, 256 GB SSD und 8 GB Arbeitsspeicher zugelaufen. Auf dem vorinstallierten macOS „Catalina 10.15.7“ laufen etliche aktuelle Anwendungen nicht oder lassen sich erst gar nicht installieren – also beschloss ich, das Gerät mit dem OpenCore Legacy Patcher auf den aktuellen Stand zu bringen. Großer Fehler!

Das Upgrade auf eine aktuelle Version des Betriebssystems funktioniert mit OpenCore zwar super – aber leider ist die alte Hardware tatsächlich nicht leistungsfähig genug, um neben dem Betriebssystem auch noch etwas anspruchsvollere Anwendungen, wie Affinity oder Presonus Studio ONE reibungslos auszuführen – es kommt zu unangenehmen Seiteneffekten, wie z.B. stark gebremster Ausführungsgeschwindigkeit bis hin zum Einfrieren des Desktops. Nichts ist so ätzend wie eine abgestürzte DAW mitten in einer Recording Session!

Da mein Modell leider mit fest verlötetem Arbeitsspeicher und (aufgrund fest eingeklebter Akkus) null Platz für eine 2,5-Zoll SSD daherkommt, ist Hardwareaufrüstung keine echte Option – ich habe mich deshalb dazu entschlossen, einen radikalen Schnitt zu machen und das MacBook komplett zurück zu setzen.

Die folgende Anleitung bezieht sich zwar explizit auf macOS Catalina, lässt sich aber inhaltlich auch auf andere Versionen übertragen:

1. Backup wichtiger Daten, Downloads und Programme

Es ist nicht die schlechteste Idee, umfangreiche Downloads vor der Neuinstallation von macOS Catalina auf einem ausreichend großen Medium zu sichern – das erspart dir viel Zeit, wenn du dein neu aufgesetztes System einrichtest. Kopiere also den Inhalt des Download-Ordners auf eine externe SSD oder einen weiteren USB-Stick.

Gleiches gilt für bereits installierte, wichtige Programme. Wenn ein Programm per Drag&Drop installiert wurde, ohne dass zusätzliche Systemdateien angelegt werden mussten, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass es unter Catalina auch wieder laufen könnte. Ziehe solche Programme einfach aus dem Programme-Ordner auf dein externes Speichermedium.

Daten in deinem Dokumente-Ordner: Falls du dessen Inhalte auch weiterhin benötigst, solltest du sie ebenfalls sichern.

2. MacOS „Catalina“ besorgen

Zuallererst braucht es dafür natürlich das passende macOS – in diesem Fall ist Catalina 10.15.7 die letzte voll unterstützte Version. Um es herunter zu laden, öffnet man auf dem MacBook eine Shell, lässt sich die verfügbaren unterstützten macOS-Versionen anzeigen und lädt dann das passende Installationsprogramm herunter:

softwareupdate --list-full-installers
softwareupdate --fetch-full-installer --full-installer-version 10.5.7

Nach dem Download findet sich der Installer unter dem Namen „macOS Catalina installieren“ im Ordner Programme.

3. Boot-Stick vorbereiten und testen

Catalina ist die letzte macOS-Version, die noch mit einem 16 GB USB-Stick auskommt. Neuere Versionen benötigen bereits mindestens 32 GB. Es ist aus Geschwindigkeitsgründen ratsam, einen USB3-kompatiblen Stick zu verwenden!

  1. Schließe deinen USB-Stick direkt an deinen Mac an. Starte das Festplatten-Dienstprogramm und lösche den Stick. Wenn du danach das startfähige Installationsprogramm erstellst, wird dieser Stick automatisch im entsprechenden Format gelöscht: Mac OS Extended (Journaled).

  2. Ändere den Namen des Flash-Laufwerks in „MyVolume“. Dies ist der Name, der von den folgenden Terminal-Befehlen erwartet wird.
  3. In der Shell, gib den folgenden Befehl ein und folge den Anweisungen des Programms:
sudo /Applications/Install\ macOS\ Catalina.app/Contents/Resources/createinstallmedia --volume /Volumes/MyVolume

Sobald der Stick vollständig vorbereitet ist, solltest du ihn testen – das verhindert ein langes Gesicht, falls dein Mac nach dem Plattmachen nicht mehr booten kann…
Starte deinen Mac neu. Halte sofort die Wahltaste (Alt) gedrückt, bis das Boot-Menü erscheint. Wähle den eben erstellten Stick („install macOS Catalina“) und beobachte den Bootvorgang. Fasse dich in Geduld – nach einem Weilchen erscheint ein Screen mit macOS-Dienstprogrammen. Alles ist gut. Schalte deinen Mac aus.

4. Alte OCLP-Installation bereinigen und macOS Catalina neu installieren

Um den Mac komplett platt zu machen, muss man bei vorhandener OpenCore-Installation beim Booten vom neuen Boot-Stick zuerst das NVRAM des Rechners reinitialisieren und danach die komplette interne SSD löschen und neu formatieren. Gehe dazu wie folgt vor:

  1. NVRAM zurücksetzen: Schalte deinen Mac aus. Schalte den Mac bei angeschlossenem Boot-Stick ein und halte dann sofort diese vier Tasten gleichzeitig gedrückt: Wahltaste, Befehlstaste, P und R.

  2. Lasse die Tasten nach etwa 20 Sekunden los. Währenddessen führt der Mac scheinbar einen Neustart durch. Du hörst möglicherweise mehrmals den Startton, oder du siehst das Apple-Logo mehrere Male. Wenn diese Prozedur abgeschlossen ist und dein Mac zuvor mit einer OpenCore-Installation gepatcht war, dann kann es in einigen Fällen passieren, dass er jetzt nur noch über den zuvor erstellten und (hoffentlich) getesteten Boot-Stick gestartet werden kann.

  3. Wähle im Bootmenü die Option „install macOS Catalina“ – hierzu musst du schnell sein, denn das Menü verschwindet nach wenigen Sekunden und versucht, von der internen SSD zu booten! Warte den Boot-Vorgang vom Installationsmedium ab.
  4. Im Installer angekommen, wähle zunächst deine gewünschte Sprache für die Neuinstallation.
  5. Im Fenster macOS-Dienstprogramme, wähle Festplattendienstprogramm. 
  6. Entferne sämtliche Partitionen auf der internen SSD (Partition anwählen, dann Minus-Zeichen im Programm anklicken)
  7. Wähle die interne SSD und klicke auf Löschen. Gib der SSD einen sinnvollen Namen. Als zu installierendes Dateisystem wähle AFS. Beende das Festplattendienstprogramm, sobald alle Aktionen abgeschlossen sind.
  8. Starte das Installationsprogramm und folge den Anweisungen auf dem Bildschirm. Wappne dich mit Geduld – der Installationsprozess kann schon mal bis zu 20 Minuten dauern, bevor du überhaupt dazu kommst, deine Benutzerdaten einzugeben. Unternimm nichts – die Grundinstallation wird automatisch ausgeführt!
  9. Sobald die Grundinstallation abgeschlossen ist und dein Mac automatisch von der internen SSD gestartet wurde, geht es an die Konfiguration deines Gerätes. Folge dazu den Anweisungen auf dem Bildschirm.
  10. Falls es mit deiner Anmeldung per Apple-ID nicht klappen sollte und die Installation bei den AGB hängen bleibt, gehe zurück und klicke auf „AppleID später einrichten“.
  11. Es bleibt Geschmackssache, ob man sich mit Siri unterhalten möchte. In der ex-DDR wäre die Stasi glücklich darüber gewesen, wenn die Bürger sich freiwillig eine Wanze ins Wohnzimmer gestellt hätten. Ich persönlich deaktiviere grundsätzlich die Option „Siri fragen“.
  12. Falls dir Sicherheits-Updates angezeigt werden, so installiere diese (Neustart erforderlich). Die Installation des letzten verfügbaren Sicherheits-Updates für Catalina benötigt bummelig weitere 32 Minuten deiner Lebenszeit.
  13. Falls nicht bereits geschehen, richte deinen Mac nun für den Zugriff per AppleID ein – so kannst du später im App-Store auf deine früher heruntergeladenen Apps zugreifen. In der Regel wird macOS dabei erkennen, ob es sich um für deinen Rechner zugelassene Apps handelt und dir ggf. alternative Versionen anbieten.
  14. Passe die Systemeinstellungen deines Mac an deine Bedürfnisse an, konfiguriere eventuell vorhandene USB-Mäuse, Tasturen usw. und installiere anschließend deine benötigten Programme. Geschafft!

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Spaghetti Carbonara – das Original

– aber bitte ohne Sahne! –

Was in deutschen Küchen oft mit Sahne, Schinken und Parmesan serviert wird, hat mit dem Original aus Rom wenig gemein. Die echte Carbonara kommt mit nur fünf Zutaten aus und verzaubert durch ihre cremige Konsistenz – ganz ohne Sahne.

Das Geheimnis der authentischen Carbonara liegt in der Qualität der wenigen Zutaten und der richtigen Technik. Statt gewöhnlichem Speck wird traditionell Guanciale verwendet – luftgetrockneter Schweinebackenspeck, der deutlich intensiver schmeckt als Pancetta oder deutscher Speck. Der charakteristische salzige Geschmack kommt vom Pecorino Romano, einem Hartkäse aus Schafsmilch, der gemeinsam mit Eigelb die seidige Sauce bildet.

Zutaten:

  • 300 g Spaghetti
  • 200 g Guanciale (alternativ Pancetta)
  • 5 Eigelb (Zimmertemperatur)
  • 200 g Pecorino Romano (für Soße und Topping)
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Optional: ein Schuss extra natives Olivenöl für den letzten Schliff

Zubereitung:

Die Kunst der Carbonara liegt im richtigen Timing und der perfekten Temperatur. Das Originalrezept aus Rom ist überraschend einfach, erfordert aber Präzision bei der Ausführung.

  1. Guanciale vorbereiten: Den Guanciale in etwa 1 cm große Würfel schneiden und in einer großen Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Nach 5-7 Minuten ist er goldbraun und knusprig. Das austretende Fett nicht wegschütten – es wird später für die Sauce benötigt.
  2. Spaghetti kochen: Parallel dazu die Spaghetti in reichlich gesalzenem Wasser al dente garen. Wichtig: Eine halbe Tasse des stärkehaltigen Kochwassers vor dem Abgießen aufbewahren.
  3. Die Eiermischung: Während die Nudeln kochen, 5 Eigelbe (Zimmertemperatur!) mit 150 g fein geriebenem Pecorino Romano und reichlich frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer zu einer cremigen Masse verrühren.
  4. Der entscheidende Moment: Die abgetropften, heißen Spaghetti sofort in die Pfanne mit dem knusprigen Guanciale geben und kurz schwenken, damit sich das Fett verteilt. Dann die Pfanne vom Herd nehmen – das ist entscheidend!
  5. Cremige Vollendung: Die Eiermischung zügig unter die noch heißen Nudeln rühren. Dabei schluckweise das aufbewahrte Kochwasser hinzufügen, bis eine seidige, cremige Sauce entsteht. Die Restwärme der Pasta gart die Eier sanft, ohne dass sie stocken.
  6. Sofort servieren: Die Carbonara sofort auf vorgewärmte Teller verteilen und mit den restlichen 50 g Pecorino Romano und schwarzem Pfeffer garnieren. Optional einen Schuss hochwertiges Olivenöl („al crudo“) darüber träufeln.

 


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Salzekuchen

Salzekuchen aus dem Vogelsberg

eine Spezialität aus dem Vogelsberg

Wenn früher in den Backhäusern der Gemeinden die großen gemeinschaftlich genutzten Steinöfen vom Brotbacken noch heiß waren, wurde von einer kleinen Menge Sauerbrotteig und geriebenen Kartoffeln, nur gewürzt mit Salz und angereichert mit Quark, Eiern, sowie Fett, und je nach Ort mit Speck und Zwiebeln, oder auch nur Gartenkräutern, der Salzekuchen gebacken. Ein herzhafter Genuss, der auch kalt noch gut schmeckt und zu dem meist eine große Tasse schwarzer Kaffee getrunken wird.

Zutaten für drei Bleche:

2 kg Brotteig (Sauerteig)
1,5 kg Kartoffeln
600 g Quark
600 g Zwiebeln
350 g Speck oder Dörrfleisch
350 ml Öl
10 Eier
Kümmel, Salz, kleingeschnittener Lauch und Petersilie

Zubereitung:

Die Kartoffeln kochen und durch eine Presse drücken oder stampfen. Kartoffeln mit Quark, Eiern und Öl zu einer glatten Masse rühren. Zwiebeln schälen, kleinschneiden, Zwiebeln in Fett glasig dünsten. Lauch und Petersilie waschen und klein schneiden. Alles zur Kartoffelmasse geben und gut mischen. Mit Kümmel und Salz würzen.

Den Brotteig auf gefetteten Blechen (35 x 40 cm) ausrollen. Erst die Kartoffelmasse, dann den Speck darauf verteilen. Bei ca. 270°C für 45 Minuten backen. In Stücke schneiden und mit schwarzem Kaffee servieren.


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Beutelches mit Zwiebelsauce

Beutelches - ein arme-Leute-Essen aus dem Vogelsberg

ein „arme-Leute-Essen“ aus dem Vogelsberg

Der Name “Beutelches” kommt daher, dass die Kartoffelmasse mit Wurst und Fleisch in einen Leinenbeutel gefüllt und darin gekocht wird.

Zutaten für die Beutelches“:

1.5 Kilogrammroh geriebene Kartoffeln
300 Grammgekochte Kartoffeln
1 StückLauch klein geschnitten
750 GrammSolperfleisch in Würfel
150 GrammBauchfleisch und Wurstreste
Salz, Pfeffer, Majoran und Muskat

Zutaten für die Zwiebelsauce:

500 GrammZwiebel
1 EsslöffelMehl
500 MilliliterFleischbrühe

Zubereitung der Zwiebelsauce:

Zwiebel in Streifen schneiden, in Butter hellbraun andünsten und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach mit 1 EL Mehl bestäuben und anschwitzen. Die Zwiebeln mit einem halben Liter Fleischbrühe ablöschen und so lange kochen, bis sie schön weich sind. Wer möchte, kann zusätzlich noch 250 g fetten Speck in einer Pfanne auslassen und unter die Sauce geben.

Zubereitung der „Beutelches“:

Die Zutaten gut mischen und in einen Leinenbeutel füllen, anschließend zubinden. In Salzwasser ca. 75 Minuten kochen.
Nach dem Kochen, Beutel in kaltem Wasser abschrecken und den Inhalt vorsichtig heraus drücken und mit der heißen Zwiebelsauce servieren.


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Zimtmandelplätzchen

lecker – nicht nur im Advent

Zutaten:

500 g Mehl
250 g Butter
230 g Zucker
1 Eigelb
1 Eiweiß
1 Pck. Mandelsplitter
Zimtzuckermischung zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Butter, Mehl, Zucker und Eigelb zu einem festen Teig verkneten.
  2. Rollen formen und für 120 Minuten im Kühlschrank reifen lassen.
  3. Eiweiß flüssig aufschlagen.
  4. Teigrollen in Scheiben von ca. einem halben cm aufschneiden, auf ein Backblech legen und mit dem Eiweiß bestreichen.
  5. Plätzchen mit Mandelsplittern und Zimtzucker bestreuen.
    Backen mit Umluft bei 180° C für knapp 8 Minuten.

Alternativ kann der Teig auch ausgerollt und ausgestochen werden. Die Menge reicht für knapp 3 Bleche.


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Kartoffel-Gurken-Suppe

mit Räucherlachs oder gebratenen Räuchertofuscheiben

Zutaten:

550 g Kartoffeln, mehligkochend
3 Salatgurken
2 Zwiebeln
1 Zehe Knoblauch, gehackt
1 kleine Chilischote (mild), in Ringen
4 EL Olivenöl
100 ml Weißwein
1,2 l Gemüsebrühe
200 ml Sahne
60 g Butter
Meersalz, Pfeffer
200 g Kartoffeln, festkochend
1 Bunt Dill
2 TL Forellenkaviar
80 g Räucherlachs oder Räuchertofu, in Scheiben

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen und grob würfeln
  2. Gurken schälen, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls würfeln
  3. Zwiebeln schälen, würfeln und zusammen mit den Kartoffeln und 2 Gurken für ca. 5 Minuten in einer Pfanne in Olivenöl andünsten, dann mit dem Weißwein ablöschen.
  4. Einkochen, bis nur noch der Boden leicht bedeckt ist.
  5. Gemüsebrühe zugießen, gehackten Knoblauch und Chili beifügen und für ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.
  6. Kalte Butter und 2/3 des (grob gehackten) Dills zufügen und mit dem Pürierstab fein pürieren.
  7. Sahne hinzufügen, aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Für die Einlage die 3. Gurke schälen, Kerngehäuse entfernen und mit einem Kugelausstecher kleine Gurkenkugeln ausstechen.
  9. Zwei große Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
  10. Die Kartoffelwürfel für ca. 5 Minuten in einer Pfanne in Olivenöl goldbraun ausbacken, mit Meersalz und Pfeffer würzen und anschließend zusammen mit den Gurkenkugeln in die Suppe geben.
  11. Gegebenenfalls dünne Räuchertofuscheiben von beiden Seiten anbraten.
  12. Die Suppe auf Teller verteilen, Räucherlachs oder Räuchertofuscheiben einlegen und mit Forellenkaviar und gehacktem Dill bestreuen, heiß servieren.

Tipp: Diese Suppe schmeckt besonders gut mit einer feinen Anis-Note. Falls du Anis magst, füge der heißen Suppe ca. 10 ml Pastis oder Pernod (Anislikör) hinzu, bevor du sie auf Teller verteilst.

Das Süppchen schmeckt im Sommer übrigens auch gut gekühlt als Mittags-Snack!


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Köttbullar

nach einem schwedischen Familienrezept

Köttbullar nach einem schwedischen Familienrezept

Wer wirklich meint, Köttbullar müssten nach schwedischem Möbelhaus schmecken, der hat noch keine wirklich Guten gegessen. Ernsthaft? Essen so lecker wie in einer Kantine? Das geht natürlich um Längen besser und ist dennoch leicht nachzukochen.

Zutaten:

Für die Bällchen:

1 Zwiebel
1 Tl + 1 El Butterschmalz
1/2 El Zucker
100 ml Sahne
50 g Semmelbrösel
2 Tl Speisestärke
500 g Rinderhackfleisch, oder Rind/Schwein gemischt
1 Ei Gr. M
2 Prisen Pfeffer
¼ Tl Salz

Für die Sauce:

2 El Butter
25 g Mehl
300 ml Fleischbrühe oder Bratenfond
150 ml Sahne
1 Msp. Piment
1 Tl Sojasauce
Pfeffer/Salz
Petersilie

Zubereitung

  1. Zwiebel schälen und feinhacken. Zwiebeln mit 1 Tl Butter und mit dem Zucker goldbraun karamellisieren und abkühlen lassen.
  2. Sahne mit Semmelbröseln und Speisestärke verrühren.
  3. Hackfleisch mit Sahnemischung, Ei und Zwiebeln vermischen und würzen.
  4. Backofen auf 175°C vorheizen.
  5. Aus der Masse mit feuchten Händen ca. 3 cm große Bällchen formen und in 1 El heißem Butterschmalz rundherum goldbraun braten. Sie brauchen nicht komplett durchzugaren, weil sie anschließend noch in der Sauce garen.
  6. Fertig gebratene Bällchen aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen, Bratensatz aufsparen.
  7. Zu dem Bratenansatz in der Pfanne die Butter geben, das Mehl einrühren und beides leicht bräunen.
  8. Fond und Sahne angießen, Piment und Sojasauce zugeben, die Fleischbällchen wieder in die Pfanne geben und alles für 20 Minuten in den Ofen stellen.
  9. Sauce final abschmecken und Petersilie in hauchdünne Streifen schneiden

Diesen schwedischen Klassiker serviert man mit Petersilie bestreut zu Pellkartoffeln oder Kartoffelstampf mit Preiselbeerkompott.


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Kartoffelküchle

Kartoffelküchle mit Quark und Kräutern

Was tun mit übriggebliebenem Kartoffelstampf? Brate Küchle! Sie sind lecker, schnell zubereitet und nichts kommt um.

Zutaten:

  • 500 g Kartoffelstampf vom Vortag,
  • 150 g Weizenmehl Type 405, Dinkelmehl Type 630, oder Grünkernmehl,
  • 100 g Speisequark (20 %),
  • 100 g geriebener Käse,
  • 1/2 Bund gehackte Petersilie,
  • 1 TL Majoran, getrocknet
  • 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt,
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt,
  • 1 Ei,
  • Muskatnuss, Salz und Pfeffer,
  • Öl zum Braten

Zubereitung:

1. Mehl, Quark, Ei und Käse sowie jeweils eine Prise Muskat, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben.
2. Kartoffelbrei und die übrigen Zutaten hinzufügen und alles verrühren.
3. Mit feuchten Händen oder mit Hilfe von zwei Esslöffeln Küchle formen und in Öl braten, bis beide Seiten schön knusprig sind.

Dazu passt ein kleiner Salat nach Saison und eine gute Béchamelsauce – oder schlicht ein Schälchen Apfelmus.

Tipp: Wer es herzhafter mag und auf tote Tiere nicht verzichten möchte, kann kleine Speckwürfel oder Fischreste und weitere Kräuter wie Thymian hinzufügen. Für eine nussigen Subnote verwende 200 g Grünkernmehl.


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Béchamelsauce

Zutaten:

  • 50 g Butter
  • 50 g Weizenmehl
  • 1/2 TL gekörnte Gemüsebrühe
  • 500 ml Milch
  • 20 ml Weißwein
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer und Muskat – frisch gemahlen/gerieben

Zubereitung:

  1. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Mehl hinzugeben und in der Butter unter Rühren anschwitzen lassen.
  2. Die Milch und den Weißwein dazu gießen, die gekörnte Brühe einstreuen. Hierbei kräftig weiter rühren. Das Lorbeerblatt hinzugeben und die Soße etwa 5 Minuten köcheln lassen. Auch hierbei die ganze Zeit weiter rühren, bis eine glatte, dickliche Soße entstanden ist.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Variation:

Gib zusätzlich 1 TL geriebene Zitronenschale und etwas gehackten Dill hinzu – ideal für Fischgerichte.

Tipp: Wenn die Sauce zu dünn ausfällt, kannst du sie einfach nachdicken: Dazu muss das zusätzliche Mehl mit der zusätzlichen Butter (1:1) zunächst zu einer Kugel verknetet werden – sonst kann es sich nicht gut mit der Soße verbinden. Fange mit einer Menge von einem EL an.


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Hausgemachtes Sauerkraut

nach einem alten Hausrezept

hausgemachtes SauerkrautSelbstgemachtes Sauerkraut ist eine besondere Delikatesse und eine der gesündesten Beilage in der Küche. Es besitzt einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Proteinen und hat durch die Fermentierung mit Hilfe von Milchsäurebakterien noch viele andere gesundheitliche Vorteile.

Um Sauerkraut zu machen, schneide ich die Kohlköpfe mit einem Krauthobel in feine Streifen und gebe diese in einen zuvor mit kochendem Wasser sterilisierten Gärtopf aus Steingut. Der hat einen doppelten Rand mit Wasserfalle, sodass der Deckel immer luftdicht schließt, Gärgase aber entweichen können.  Zwischen die einzelnen Lagen kommt jeweils etwas Speisesalz mit einem Anteil von 0,5 kg pro 50 kg Kohl. Dazu gebe ich noch Piment- Senf– und Korianderkörner, die mit einem Mörser zerstoßen wurden und zusätzlich noch etwas Kümmel, Wacholderbeeren und Lorbeerblätter. Ein paar Gewürznelken können auch nicht schaden.
Wichtig: Verwende kein Jodsalz – Jod wirkt antibakteriell und würde den Fermentierungsprozess stören!
Dazwischen wird die Masse schichtweise immer wieder mit einem Holzstampfer kräftig gestoßen, bis Saft aus den Zellen kommt, der später oben alles luftdicht abschließt. Darauf werden Kohlblätter gelegt und mit Steinen beschwert, damit das Kraut möglichst fest zusammen gepresst bleibt. Die Steine müssen komplett mit Krautsaft bedeckt sein. Ansonsten gibt man etwas abgekochtes, abgekühltes Salzwasser dazu. Dies ist wichtig, um Schimmel und Fäulnis zu verhindern. Wem das lange Stampfen zu mühsam ist, der kann auch  eine 2%ige Salzlake ansetzen und dem Kohl beigeben. Das funktioniert auch und erfordert weniger Muskelarbeit.
Drei bis vier Wochen gärt der geschnittene Weißkohl im Bottich vor sich hin, bevor er reif ist. Der Topf sollte dabei bei einer Temperatur von 16° bis 17°C gelagert werden. Nach dem Reifeprozess wird das vergorene Kraut im Steinguttopf in einen kühlen Raum gestellt und das Sauerkraut dann nach Bedarf entnommen oder zum Verschenken abgefüllt.

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