Blues-Harp mikrofonieren

Um eine Blues-Harp (Mundharmonika) richtig zu mikrofonieren, nutzt man die Hände, um einen geschlossenen Resonanzraum um die Harp zu bilden, was den Sound verdichtet und verstärkt (die Hand-C-Technik), platziert ein Mikrofon oft leicht unterhalb oder direkt vor dem Resonator, um den vollen Klang einzufangen, und experimentiert mit der Nähe, um den gewünschten „wah-wah“-Effekt oder einen klaren Ton zu erzielen, wobei man Druck vermeidet und auf Zwerchfellatmung achtet.

1. Die richtige Handhaltung (Hand-C-Technik)

  • Linke Hand formt ein „C“: Forme mit Daumen und Zeigefinger ein „C“, als würdest du ein Sandwich halten. Lege die Mundharmonika locker dazwischen. Die Zahlen zeigen nach oben. Dies schafft einen Resonanzraum.
  • Rechte Hand schließt den Kreis: Die rechte Hand umschließt die linke Hand und die Mundharmonika, sodass ein möglichst dichter Hohlraum entsteht. 

2. Mikrofonpositionierung

  • Direkt vor dem Resonator: Platziere ein Mikrofon (oft Eins mit Nierencharakteristik) direkt vor der Mundharmonika, etwa auf Höhe der Stimmplatten.
  • Experimentiere mit Abstand:
    • Näher dran: Erzeugt einen volleren, lauteren Sound mit mehr Bässen und dem typischen „wah-wah“-Effekt.
    • Weiter weg: Sorgt für einen klareren, offeneren Klang.
  • Für spezielle Effekte: Beim Beatboxen kann das Mikrofon leicht unter die Harp, um beide Klänge zu erfassen. Bei Trillern das Mikrofon nah lassen und den Kopf bewegen, um Störgeräusche zu vermeiden.

3. Spieltechnik und Sound

  • Zwerchfellatmung: Atme aus dem Bauch für einen wärmeren, volleren Ton. Viel Druck ist kontraproduktiv.
  • Mundstellung (Spitzmund): Bilde mit den Lippen ein kleines „O“ (wie beim Pfeifen), um einzelne Töne zu treffen. Dies erfordert Übung.
  • Hand-Bewegung (Wah-Wah): Öffne und schließe den Hand-C-Raum rhythmisch, während du spielst, um den Ton zu modulieren.

Tipps

  • Nicht verkrampfen: Lockere Lippen und entspannte Hände sind entscheidend.
  • Tiefer ins Instrument: Je weiter die Mundharmonika im Mund, desto größer und wärmer der Ton.
  • Gute Qualität: Eine hochwertige Mundharmonika spricht leichter an und benötigt weniger Kraft.

Banjo mikrofonieren

Um ein Banjo optimal zu mikrofonieren, positioniere das Mikrofon je nach gewünschtem Klang: Für warme Töne etwas tiefer und weiter weg (ca. 30-40 cm) über dem Schlagfell, um Pick-Geräusche zu vermeiden, oder näher am Übergang von Hals und Korpus, um mehr Attack zu bekommen; Ribbon-Mikrofone (wie das Royer 121) sind beliebt, da sie den Klang abrunden, während eine Nahbesprechung (Überbetonung tiefer Frequenzen, wenn ein Mikrofon, besonders ein Richtmikrofon (wie Niere oder Acht), näher an eine Schallquelle gebracht wird nah an der Brücke mehr Punch liefert, aber mehr Geräusche aufnimmt).

Eine gute Praxis ist, mit einem Mikrofon zu beginnen und auch die Akustik des Raumes zu berücksichtigen.

Grundlegende Positionierung

  • Warmer, voller Klang: Platziere das Mikrofon 30–40 cm (12–16 Zoll) vom unteren Teil des Resonanzkörpers entfernt, leicht nach unten gerichtet, weg von der Hand des Spielers, um Pick-Geräusche zu minimieren.
  • Mehr Attack/Durchsetzungskraft: Nähere die Mikrofonspitze in der Nähe des Stegs (Bridge) an, um mehr Präsenz zu erhalten, aber sei vorsichtig, um die Balance zu wahren.
  • Stereo-Aufnahme: Verwende zwei Mikrofone – eines für den Korpus und eines für den Halsansatz (wo Hals und Korpus sich treffen) – oder ein Mikrofonpaar (z.B. ein Paar Ribbon-Mics), um ein breites Stereobild zu erzeugen. 

Spezielle Techniken

  • Clip-Mikrofone: Spezielle Clip-Mikros  können ein kleines Kondensatormikrofon sicher am Instrument befestigen, was ideal für Live-Situationen ist, aber den Klang beeinflussen kann.
  • Mittelpunkt vermeiden: Ziele nicht direkt auf die Mitte des Schlagfells, da dies oft dumpf klingt und zu viele Störgeräusche (Pick Noise) aufnimmt.

Tipps

  • Mikrofontyp: Dynamische Mikrofone sind robust, aber Kondensatormikrofone fangen mehr Details ein, während Ribbon-Mikrofone (wie das Royer 121) den oft scharfen Banjo-Klang wunderbar weicher machen.
  • Phasenkorrektur: Bei Stereomikrofonie (z.B. mit Ribbon-Mics) kann das Umdrehen der Phase eines Mikrofons helfen, Phasenprobleme zu vermeiden oder das Klangbild zu verändern.
  • Raumakustik: Eine „tote“ Raumakustik (wenig Reflexionen) ist oft besser, aber du kannst auch mit Decken oder baffles den Raumklang kontrollieren.
  • Vorbereitung: Stelle sicher, dass das Banjo sauber, neu besaitet und perfekt gestimmt ist, bevor du mit dem Mikrofonieren beginnst, um das beste Ausgangsmaterial zu haben.

Akustik-Bass mikrofonieren

Um einen akustischen Bass optimal zu mikrofonieren, brauchst du ein Mikrofon mit gutem Frequenzgang für tiefe Frequenzen und hohe Schalldruckpegel (SPL), oft ein dynamisches Mikrofon (z.B. Shure SM57/SM7B) oder ein Kondensatormikrofon mit großer Membran, und positionierst es am besten auf den Übergangsbereich zwischen Hals und Korpus (ca. 12.-15. Bund), um einen ausgewogenen Klang zu erzielen, statt direkt ins Schallloch zu zielen, was zu basslastig wäre. Experimentiere mit Abstand und Winkel, um den perfekten Mix aus Wärme, Attack und Klarheit zu finden, oft kombiniert mit einem DI-Signal für maximale Flexibilität.

Mikrofonwahl

  • Dynamische Mikrofone: Robust, gut für hohe SPLs, liefern oft mehr Attack (z.B. Shure SM57/SM7B, EV RE20).
  • Kondensatormikrofone (große Membran): Können tiefe Frequenzen und Details besser einfangen, ideal für einen „boomigen“ Sound, erfordern aber ggf. mehr Abstand (z.B. Neumann U87, AKG C414).
  • Spezialmikrofone: Für Kontrabässe gibt es auch kleine Membranmikrofone oder Tonabnehmer (Pickups), die gut mit dem Korpus harmonieren.

Positionierung (akustische Bassgitarre/Kontrabass)

  • Grundposition (häufigster Startpunkt): Richte das Mikrofon auf den Bereich zwischen 12. und 15. Bund, am Übergang von Hals zu Korpus, um Wärme und Klarheit zu mischen.
  • Mehr Bass/Wärme: Bewege das Mikrofon näher zum Korpus oder leicht zum Schallloch hin (aber nicht direkt hinein, sonst wird es zu dumpf).
  • Mehr Attack/Klarheit: Gehe etwas weiter vom Korpus weg oder erhöhe den Winkel, sodass es mehr auf den Hals zeigt.
  • Abstand: Beginne mit 15–30 cm Abstand und verändere ihn, um den Lautstärkepegel und die Raumanteile zu steuern. Näher = präsenter und direkter, weiter weg = mehr Raumklang. 

Aufnahme-Tipp für maximale Flexibilität

  • DI-Box + Mikrofon: Kombiniere ein Mikrofon mit einem DI-Signal (direkt vom Instrument/Verstärker) zu einer Stereo-Aufnahmespur. Das DI-Signal liefert den Fundament-Bass, während das Mikrofon die natürlichen Obertöne und den Korpusklang einfängt. Du kannst beides mischen, um den perfekten Sound zu kreieren. 

Wichtiger Hinweis

  • Hören ist alles: Die Positionierung ist entscheidend und hängt stark vom Instrument und dem gewünschten Sound ab. Beginne mit den empfohlenen Punkten und verändere alles mit dem Ohr, bis es perfekt klingt

Akustische Gitarre mikrofonieren

Um eine akustische Gitarre richtig zu mikrofonieren, richte das Mikrofon (meist ein Kondensatormikrofon) nicht direkt auf das Schallloch aus, sondern auf den Bereich zwischen 12. und 15. Bund, etwa 30-60 cm entfernt, um einen ausgewogenen Klang zu erzielen; experimentiere mit der Position (härter zum Hals für helle Töne, mehr zum Korpus für Wärme) und nutze ggf. ein zweites Mikrofon für Stereobreite und Tiefe, wobei ein Mikro am 12. Bund und ein zweites über die Schulter auf den Korpus zielt, um das Hörerlebnis des Musikers nachzuahmen.

Grundlegende Mono-Mikrofonierung

  • Startpunkt: Beginne mit einem Mikrofon, das auf den Übergang von Hals zu Korpus (ca. 12. Bund) gerichtet ist.
  • Abstand: Starte bei etwa 30 cm und passe an; mehr Abstand = mehr Raum, weniger Abstand = mehr Direktheit (aber Vorsicht vor Bass-Überbetonung/Nahbesprechungseffekt).
  • Ausrichtung:
    • Mehr in Richtung Schlaghand/Griffbrett: Hellerer, definierterer Sound mit mehr Saiten- und Anschlaggeräuschen.
    • Mehr in Richtung Schallloch (vorsichtig!): Wärmer, voller, aber schnell dröhnend.
    • Leicht nach oben gekippt (auf die Zargen): Reduziert Bässe.

Stereo-Mikrofonierung (zwei Mikrofone)

  • Methode 1 (Hörerlebnis): Ein Mikrofon am 12. Bund (wie oben) und ein zweites über die Schulter des Gitarristen auf den Korpus gerichtet (enthält den Sound, den der Spieler hört).
  • Methode 2 (Stereobreite): Zwei Mikrofone (z.B. Kleinmembran-Kondensatoren) in XY- oder AB-Positionierung, um ein breites Klangbild zu erzeugen, ideal für voluminöse Tracks. 

Tipps

  • Experimentieren: Kleine Änderungen der Mikrofonposition haben große Auswirkungen – sei kreativ!
  • Pegel: Nimm das Signal nicht zu heiß auf (z.B. um -11 dB), um Verzerrungen zu vermeiden.
  • Monitoring: Höre mit Kopfhörern ab, um die beste Position zu finden

Feine Butterplätzchen

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 g Zucker
  • 250 g Staubzucker (Topping)
  • 250 g Butter
  • Schalenabrieb einer Biozitrone
  • 1 Prise feines Salz
  • 6 Eigelb
  • Mehl zum Ausrollen
  •  Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft

Zubereitung:

  • Siebe die 500 g Mehl in die Schüssel und vermenge dieses mit 250 g Zucker
  • Mache nun eine Mulde in die Mitte und schneide die 250 g Butter in kleine Würfel – diese legst du nun um die Mulde herum
  • Füge eine Prise Salz und Zitronenabrieb hinzu
  • Die 6 Eigelbe in die Mulde geben und alles mit dem Knethaken (Handrührgerät) rasch verrühren
  • Die Schüssel gut abdecken und für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen
  • Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze einstellen
  • Backblech mit Backpapier auslegen
  • Auf der bemehlten Arbeitsflächen den Teig mit dem Nudelholz gleichmäßig ausrollen
  • Die Ausstechformen kurz in Mehl eintauchen und dann den Teig ausstechen
  • Mithilfe eines kleinen Messer lassen sich die ausgestochenen Plätzchen besser von der Arbeitsfläche lösen und aufs Backpapier legen
  • Gib die rohen Plätzchen im Anschluss für 10 min in den Backofen
  • Verziere die fertigen Plätzchen nach dem Auskühlen mit Zuckerguss und/oder Kuvertüre

Haselnuss-Makronen

Zutaten:

  • ca. 45 Stück Backoblaten mit 50 mm Durchmesser
  • ca. 45 Stück Haselnüsse
  • 3 Eiweiße (Größe M)
  • 200 g Haselnüsse, gemahlen
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen, Umluft deshalb, weil du so zwei Backbleche gleichzeitig in den Backofen geben kannst.
  2. Die 3 Eier trennen und die 3 Eiweiße mit 1 Prise Salz in eine Rührschüssel geben.
  3. Im Anschluss schlägst du die 3 Eiweiße mit den Quirlen der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät sehr steif.
  4. Danach lässt du unter Rühren die 150 g Puderzucker hineinrieseln. Für insgesamt 3-4 Minuten rühren. So entsteht eine fluffige Baisermasse, die du daran erkennst, dass sie Spitzen zieht.
  5. Jetzt hebst du die 200 g gemahlenen Haselnüsse vorsichtig mit einem Backlöffel unter die Baisermasse bis alles gut miteinander vermengt ist.
  6. Fülle die Baisermasse im Anschluss in einen Einweg-Spritzbeutel und schneide die Spitze ca. 1 bis 1,5 cm ab.
  7. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilst du die Oblaten und spritzt mit dem Spritzbeutel eine kleine Menge auf die Oblate, achte darauf, dass ein Rand von ca. 5 mm außen herum bleibt. Je 1 ganze Haselnuss mittig auf die Makronen setzen.
  8. Die Backbleche mit den Haselnussmakronen gibst du nun mit Abstand dazwischen für ca. 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Danach auskühlen lassen und in einer Plätzchen- bzw. Keksdose aufbewahren.

Kokos-Makronen

Zutaten für ca. 50 Stück:
5 Eiweiß
188 g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
2 Prisen Zimt
250 g Kokosraspeln
50 Oblaten

Zubereitung:

  1. Eiweiß sehr steif schlagen. Ein Blech (38 x 45 cm) mit Backpapier auslegen. Ofen auf 170 Grad Ober-/ Unterhitze (Umluft: 150 Grad) vorheizen.
  2. Zucker, Vanillezucker & Zimt kurz unterrühren.
  3. Kokosraspel unterheben. Oblaten auf dem Blech verteilen. Mit Hilfe von zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf die Oblaten setzen.
  4. Kokos-Makronen im vorgeheizten Ofen ca. 10-12 Minuten backen. Vollständig auf dem Blech auskühlen lassen.

Effektgeräte: Delay

Was ist ein Delay-Effekt?

Ein Delay-Effekt (Echo) ist ein Audioeffekt, welcher das Originalsignal aufgezeichnet und dann nach einer kurzen oder langen Pause mit angepasster Lautstärke und Wiederholungsanzahl wiedergibt.

Delay verwendet man, um dem Sound Tiefe, Fülle und Atmosphäre zu verleihen, Soli zu unterstützen, rhythmische Texturen zu erzeugen (z. B. zweistimmige Linien durch Viertel-Delay) oder den Klang im Raum zu vergrößern, oft mit langsamen Zeiten (600-1000ms) für einen verträumten Sound oder kurzen Zeiten (ca. 15-20ms) für subtile Effekte, wobei das Delay-Signal leiser als das Original sein sollte, um nicht zu überladen, aber prägnant zu bleiben.

Wann und wofür Delay einsetzen?

  • Für mehr Fülle und Sustain: Bei Leads oder langsamen Stücken, um den Ton „nachklingen“ zu lassen und ihn voluminöser zu machen.
  • Für rhythmische Muster: Durch das „Tap-Tempo“ oder die richtige Einstellung (Viertel, Achtel) können sich rhythmische Figuren wiederholen, z. B. um eine zweite Stimme zu erzeugen.
  • Für Atmosphäre: Längere Delays (600-1000ms) mit hohem Feedback erzeugen einen großen, hallenartigen, verträumten Klang, ideal für Ambient-Sounds.
  • Subtile Effekte: Kurze Delays (15-20ms) mit wenig Feedback machen den Sound dichter, ohne dass es sofort nach Echo klingt.
  • Im Mix: Das Delay-Signal sollte immer leiser sein als das Original, damit es den Sound nicht „zukleistert“.

Wichtige Einstellungen

  • Time (Zeit): Bestimmt die Verzögerungszeit. Kann rhythmisch auf den Song abgestimmt werden (Tap-Tempo ist hilfreich).
  • Feedback (Wiederholungen): Bestimmt, wie oft sich das Echo wiederholt. Wenige Wiederholungen (2-3) für Fülle, mehr für Effekte.
  • Mix/Level (Lautstärke): Das Delay-Signal muss deutlich leiser sein als das Original (z. B. 10-20% Mix-Anteil), um präsent, aber nicht aufdringlich zu sein.

Wesentliche Delay-Arten:

  • Tape-Delay: Erzeugt warme, leicht verzerrte Wiederholungen, die mit jedem Durchlauf leiser werden und den Charakter alter Bandmaschinen nachahmen.
  • Digital-Delay: Bietet präzise, saubere Wiederholungen.
  • Analog-Delay: Bietet  saubere Wiederholungen mit Vintage-Sound.
  • Tube-Delay: Bietet saubere Wiederholungen mit einem warmen Sound.
  • Ping-Pong-Delay: Wiederholt das Signal zwischen linkem und rechtem Stereokanal („wandernder“ Sound)

Wie Delay einsetzen?

Es gibt keine starre Regel. Beginne mit wenig Feedback und leiserem Mix, um Fülle zu erzeugen, und steigere die Einstellungen für dramatischere Effekte, um zu hören, was zu deinem Song passt. Experimentiere!

Delay in der Signalkette

Ein Delay gehört typischerweise ans Ende der Signalkette, direkt vor den Verstärker oder den Hall, da es den Gesamtklang (Gitarre + alle vorherigen Effekte) wiederholt und somit räumlicher macht, aber es gibt auch kreative Ausnahmen, etwa für Vintage-Slapback-Sounds direkt nach der Gitarre. Die Standardposition ist kurz vor dem Reverb, um klare Echos zu erhalten, aber man kann auch mit der Reihenfolge experimentieren, z.B. Delay vor Reverb für „verwaschene“ Ambience

Standard-Position (Moderne Effekte):

Instrument -> Dynamik (Kompressor) -> Klangfarbe (Overdrive/Dist.) -> Modulation (Chorus) -> Delay -> Hall -> Amp.
Charakter: Das Delay nimmt den bereits geformten Sound auf und erzeugt klare, wiederholte Echos des Gesamtsignals.

Vintage-Position (Slapback-Echo):

Instrument -> Delay -> Amp (oft ohne andere Effekte), vorzugsweise für semiakustische und elektrische Gitarensounds.
Charakter: Erzeugt den klassischen, kurzen, trockenen Echo-Sound der 50er/60er Jahre, da das Delay direkt mit dem Amp-Klang arbeitet.

Kreative Experimente:

  • Delay vor Overdrive: Für funky, rhythmische Delays, die sich mit dem Verzerrer mischen.
  • Delay vor Modulation (z.B. Chorus): Für schwebende, sich wiederholende Chorus-Effekte.
  • Reverb vor Delay (seltener): Für sehr verschwommene, atmosphärische Klänge, bei denen die Echos selbst schon mit Hall belegt sind.

Unterschiede zwischen Delay und Hall (Reverb)

Der wesentliche Unterschied zwischen Delay und Hall ist, dass ein Delay eine einzelne, klare Verzögerung oder eine Reihe von rhythmischen Echos erzeugt, während Hall (Reverb) eine dichte, verschwommene Wolke unzähliger schneller, sich überlappender Echos simuliert, die eine Raumatmosphäre schaffen – Hall ist im Grunde eine sehr komplexe Form von Delay mit sehr vielen Reflexionen, die das Signal verwaschen, während ein Delay es wiederholen.

Delay (Verzögerung)

Funktion: Erzeugt klar definierte Wiederholungen des Originalsignals, die zeitversetzt einsetzen.
Klangcharakter: Rhythmisch, präzise, kann als Echo wahrgenommen werden, „größer“, „wärmer“, aber noch getrennt.

Hall (Reverb)

Funktion: Simuliert eine natürliche Raumatmosphäre durch eine extrem dichte Ansammlung von Reflexionen.
Klangcharakter: Diffus, „matschig“, verschwommen, verleiht Tiefe und Raumgefühl (z.B. Kirche, kleine Kammer).

Unterschiede zwischen Delay und Echo

Echo ist ein spezifischer, meist natürlicherer Effekt mit hörbarer Verzögerung (weit auseinander liegende Wiederholungen), während Delay der Oberbegriff für alle Arten von zeitverzögerten Effekten ist, die von kurzen, subtilen bis zu langen, repetitiven Klängen reichen können und oft mehr Kontrolle über Wiederholungen (Feedback) und Klangfarbe bieten.

Technisch gesehen ist ein Echo eine Art von Delay, aber der Begriff „Delay“ wird in der Produktion breiter für Effekte wie Band-Echos oder digitale Wiederholungen verwendet, die sauberer und kontrollierbarer sind, während „Echo“ oft das klare, weit entfernte Phänomen beschreibt.

Definition Echo: Eine einzelne, deutliche Wiederholung eines Klangs, die durch eine weit entfernte Schallreflexion entsteht.
Klangcharakter: Oft mit einem schnellen Ausklingen (Decay) und weniger Wiederholungen, wie das natürliche Echo in einem Tal.
Anwendung: Kann rhythmisch präzise sein (z.B. Slapback-Echo in Rockabilly) oder einen natürlichen Raum simulieren.

Der Unterschied liegt oft im Charakter des erzeugten Sound: „Echo“ klingt meist natürlicher und ferner, während „Delay“ modernere, kontrollierbare Effekte mit mehr Optionen (Feedback, Timing, Filterung) beschreibt, um Räumlichkeit und Tiefe zu erzeugen.

 

 


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MacBook Pro 2012 auf MacOS Catalina zurücksetzen

MacOS Installer herunterladenDie radikale Lösung zur Wiederherstellung des letzten unterstützten MacOS für dieses Modell

Jüngst ist mir sehr günstig ein MacBook Pro „late 2012“ mit Retina-Display, 256 GB SSD und 8 GB Arbeitsspeicher zugelaufen. Auf dem vorinstallierten macOS „Catalina 10.15.7“ laufen etliche aktuelle Anwendungen nicht oder lassen sich erst gar nicht installieren – also beschloss ich, das Gerät mit dem OpenCore Legacy Patcher auf den aktuellen Stand zu bringen. Großer Fehler!

Das Upgrade auf eine aktuelle Version des Betriebssystems funktioniert mit OpenCore zwar super – aber leider ist die alte Hardware tatsächlich nicht leistungsfähig genug, um neben dem Betriebssystem auch noch etwas anspruchsvollere Anwendungen, wie Affinity oder Presonus Studio ONE reibungslos auszuführen – es kommt zu unangenehmen Seiteneffekten, wie z.B. stark gebremster Ausführungsgeschwindigkeit bis hin zum Einfrieren des Desktops. Nichts ist so ätzend wie eine abgestürzte DAW mitten in einer Recording Session!

Da mein Modell leider mit fest verlötetem Arbeitsspeicher und (aufgrund fest eingeklebter Akkus) null Platz für eine 2,5-Zoll SSD daherkommt, ist Hardwareaufrüstung keine echte Option – ich habe mich deshalb dazu entschlossen, einen radikalen Schnitt zu machen und das MacBook komplett zurück zu setzen.

Die folgende Anleitung bezieht sich zwar explizit auf macOS Catalina, lässt sich aber inhaltlich auch auf andere Versionen übertragen:

1. Backup wichtiger Daten, Downloads und Programme

Es ist nicht die schlechteste Idee, umfangreiche Downloads vor der Neuinstallation von macOS Catalina auf einem ausreichend großen Medium zu sichern – das erspart dir viel Zeit, wenn du dein neu aufgesetztes System einrichtest. Kopiere also den Inhalt des Download-Ordners auf eine externe SSD oder einen weiteren USB-Stick.

Gleiches gilt für bereits installierte, wichtige Programme. Wenn ein Programm per Drag&Drop installiert wurde, ohne dass zusätzliche Systemdateien angelegt werden mussten, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass es unter Catalina auch wieder laufen könnte. Ziehe solche Programme einfach aus dem Programme-Ordner auf dein externes Speichermedium.

Daten in deinem Dokumente-Ordner: Falls du dessen Inhalte auch weiterhin benötigst, solltest du sie ebenfalls sichern.

2. MacOS „Catalina“ besorgen

Zuallererst braucht es dafür natürlich das passende macOS – in diesem Fall ist Catalina 10.15.7 die letzte voll unterstützte Version. Um es herunter zu laden, öffnet man auf dem MacBook eine Shell, lässt sich die verfügbaren unterstützten macOS-Versionen anzeigen und lädt dann das passende Installationsprogramm herunter:

softwareupdate --list-full-installers
softwareupdate --fetch-full-installer --full-installer-version 10.5.7

Nach dem Download findet sich der Installer unter dem Namen „macOS Catalina installieren“ im Ordner Programme.

3. Boot-Stick vorbereiten und testen

Catalina ist die letzte macOS-Version, die noch mit einem 16 GB USB-Stick auskommt. Neuere Versionen benötigen bereits mindestens 32 GB. Es ist aus Geschwindigkeitsgründen ratsam, einen USB3-kompatiblen Stick zu verwenden!

  1. Schließe deinen USB-Stick direkt an deinen Mac an. Starte das Festplatten-Dienstprogramm und lösche den Stick. Wenn du danach das startfähige Installationsprogramm erstellst, wird dieser Stick automatisch im entsprechenden Format gelöscht: Mac OS Extended (Journaled).

  2. Ändere den Namen des Flash-Laufwerks in „MyVolume“. Dies ist der Name, der von den folgenden Terminal-Befehlen erwartet wird.
  3. In der Shell, gib den folgenden Befehl ein und folge den Anweisungen des Programms:
sudo /Applications/Install\ macOS\ Catalina.app/Contents/Resources/createinstallmedia --volume /Volumes/MyVolume

Sobald der Stick vollständig vorbereitet ist, solltest du ihn testen – das verhindert ein langes Gesicht, falls dein Mac nach dem Plattmachen nicht mehr booten kann…
Starte deinen Mac neu. Halte sofort die Wahltaste (Alt) gedrückt, bis das Boot-Menü erscheint. Wähle den eben erstellten Stick („install macOS Catalina“) und beobachte den Bootvorgang. Fasse dich in Geduld – nach einem Weilchen erscheint ein Screen mit macOS-Dienstprogrammen. Alles ist gut. Schalte deinen Mac aus.

4. Alte OCLP-Installation bereinigen und macOS Catalina neu installieren

Um den Mac komplett platt zu machen, muss man bei vorhandener OpenCore-Installation beim Booten vom neuen Boot-Stick zuerst das NVRAM des Rechners reinitialisieren und danach die komplette interne SSD löschen und neu formatieren. Gehe dazu wie folgt vor:

  1. NVRAM zurücksetzen: Schalte deinen Mac aus. Schalte den Mac bei angeschlossenem Boot-Stick ein und halte dann sofort diese vier Tasten gleichzeitig gedrückt: Wahltaste, Befehlstaste, P und R.

  2. Lasse die Tasten nach etwa 20 Sekunden los. Währenddessen führt der Mac scheinbar einen Neustart durch. Du hörst möglicherweise mehrmals den Startton, oder du siehst das Apple-Logo mehrere Male. Wenn diese Prozedur abgeschlossen ist und dein Mac zuvor mit einer OpenCore-Installation gepatcht war, dann kann es in einigen Fällen passieren, dass er jetzt nur noch über den zuvor erstellten und (hoffentlich) getesteten Boot-Stick gestartet werden kann.

  3. Wähle im Bootmenü die Option „install macOS Catalina“ – hierzu musst du schnell sein, denn das Menü verschwindet nach wenigen Sekunden und versucht, von der internen SSD zu booten! Warte den Boot-Vorgang vom Installationsmedium ab.
  4. Im Installer angekommen, wähle zunächst deine gewünschte Sprache für die Neuinstallation.
  5. Im Fenster macOS-Dienstprogramme, wähle Festplattendienstprogramm. 
  6. Entferne sämtliche Partitionen auf der internen SSD (Partition anwählen, dann Minus-Zeichen im Programm anklicken)
  7. Wähle die interne SSD und klicke auf Löschen. Gib der SSD einen sinnvollen Namen. Als zu installierendes Dateisystem wähle AFS. Beende das Festplattendienstprogramm, sobald alle Aktionen abgeschlossen sind.
  8. Starte das Installationsprogramm und folge den Anweisungen auf dem Bildschirm. Wappne dich mit Geduld – der Installationsprozess kann schon mal bis zu 20 Minuten dauern, bevor du überhaupt dazu kommst, deine Benutzerdaten einzugeben. Unternimm nichts – die Grundinstallation wird automatisch ausgeführt!
  9. Sobald die Grundinstallation abgeschlossen ist und dein Mac automatisch von der internen SSD gestartet wurde, geht es an die Konfiguration deines Gerätes. Folge dazu den Anweisungen auf dem Bildschirm.
  10. Falls es mit deiner Anmeldung per Apple-ID nicht klappen sollte und die Installation bei den AGB hängen bleibt, gehe zurück und klicke auf „AppleID später einrichten“.
  11. Es bleibt Geschmackssache, ob man sich mit Siri unterhalten möchte. In der ex-DDR wäre die Stasi glücklich darüber gewesen, wenn die Bürger sich freiwillig eine Wanze ins Wohnzimmer gestellt hätten. Ich persönlich deaktiviere grundsätzlich die Option „Siri fragen“.
  12. Falls dir Sicherheits-Updates angezeigt werden, so installiere diese (Neustart erforderlich). Die Installation des letzten verfügbaren Sicherheits-Updates für Catalina benötigt bummelig weitere 32 Minuten deiner Lebenszeit.
  13. Falls nicht bereits geschehen, richte deinen Mac nun für den Zugriff per AppleID ein – so kannst du später im App-Store auf deine früher heruntergeladenen Apps zugreifen. In der Regel wird macOS dabei erkennen, ob es sich um für deinen Rechner zugelassene Apps handelt und dir ggf. alternative Versionen anbieten.
  14. Passe die Systemeinstellungen deines Mac an deine Bedürfnisse an, konfiguriere eventuell vorhandene USB-Mäuse, Tasturen usw. und installiere anschließend deine benötigten Programme. Geschafft!

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Spaghetti Carbonara – das Original

– aber bitte ohne Sahne! –

Was in deutschen Küchen oft mit Sahne, Schinken und Parmesan serviert wird, hat mit dem Original aus Rom wenig gemein. Die echte Carbonara kommt mit nur fünf Zutaten aus und verzaubert durch ihre cremige Konsistenz – ganz ohne Sahne.

Das Geheimnis der authentischen Carbonara liegt in der Qualität der wenigen Zutaten und der richtigen Technik. Statt gewöhnlichem Speck wird traditionell Guanciale verwendet – luftgetrockneter Schweinebackenspeck, der deutlich intensiver schmeckt als Pancetta oder deutscher Speck. Der charakteristische salzige Geschmack kommt vom Pecorino Romano, einem Hartkäse aus Schafsmilch, der gemeinsam mit Eigelb die seidige Sauce bildet.

Zutaten:

  • 300 g Spaghetti
  • 200 g Guanciale (alternativ Pancetta)
  • 5 Eigelb (Zimmertemperatur)
  • 200 g Pecorino Romano (für Soße und Topping)
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Optional: ein Schuss extra natives Olivenöl für den letzten Schliff

Zubereitung:

Die Kunst der Carbonara liegt im richtigen Timing und der perfekten Temperatur. Das Originalrezept aus Rom ist überraschend einfach, erfordert aber Präzision bei der Ausführung.

  1. Guanciale vorbereiten: Den Guanciale in etwa 1 cm große Würfel schneiden und in einer großen Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Nach 5-7 Minuten ist er goldbraun und knusprig. Das austretende Fett nicht wegschütten – es wird später für die Sauce benötigt.
  2. Spaghetti kochen: Parallel dazu die Spaghetti in reichlich gesalzenem Wasser al dente garen. Wichtig: Eine halbe Tasse des stärkehaltigen Kochwassers vor dem Abgießen aufbewahren.
  3. Die Eiermischung: Während die Nudeln kochen, 5 Eigelbe (Zimmertemperatur!) mit 150 g fein geriebenem Pecorino Romano und reichlich frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer zu einer cremigen Masse verrühren.
  4. Der entscheidende Moment: Die abgetropften, heißen Spaghetti sofort in die Pfanne mit dem knusprigen Guanciale geben und kurz schwenken, damit sich das Fett verteilt. Dann die Pfanne vom Herd nehmen – das ist entscheidend!
  5. Cremige Vollendung: Die Eiermischung zügig unter die noch heißen Nudeln rühren. Dabei schluckweise das aufbewahrte Kochwasser hinzufügen, bis eine seidige, cremige Sauce entsteht. Die Restwärme der Pasta gart die Eier sanft, ohne dass sie stocken.
  6. Sofort servieren: Die Carbonara sofort auf vorgewärmte Teller verteilen und mit den restlichen 50 g Pecorino Romano und schwarzem Pfeffer garnieren. Optional einen Schuss hochwertiges Olivenöl („al crudo“) darüber träufeln.

 


Du magst meine Rezepte und kochst sie gerne nach? Dann freue ich mich über einen kleinen Obolus für meine Gewürze-Kasse. Besten Dank!  🙂

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